Religion

SCHREIB FÜR DIE FREIHEIT

Briefmarathon 2016, Amnesty International

 

Was ist der Amnesty-Briefmarathon?

 

Der Briefmarathon ist eine weltweite Aktion von Amnesty-International, die jedes Jahr rund um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, stattfindet. Dabei schreiben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt innerhalb weniger Tage Millionen Briefe und drücken darin ihre Solidarität mit Menschen aus, deren Rechte verletzt werden. Sie appellieren an Regierungen, die Menschenrechte zu achten.

 

2015 haben fast 300 Schulen in Deutschland an der Aktion teilgenommen und über 50 000 Briefe geschrieben, ein Einsatz, der sich gelohnt hat. So kamen u.a. die Demokratie-Aktivisten Fred Bauma und Yves Makwambala aus der Demokratischen Republik Kongo aus der Haft frei. In diesem Jahr setzt sich Amnesty unter anderem für die zehnjährige Annie Alfred und andere Menschen mit Albinismus in Malawi ein. Dort herrscht der Aberglaube, dass Knochen oder Körperteile von Menschen mit Albinismus Glück bringen. Deshalb leben Menschen mit dieser Pigmentstörung in Malawi in ständiger Angst vor Verfolgung, Verstümmelung oder Tötung.

 

Die Schüler und Schülerinnen der Religionsgruppen 9g und 10 e/h haben sich nachdenklich, interessiert und mitfühlend mit der Aktion befasst und sie durch ihre Unterschriften  unterstützt. Die Briefe werden zeitnah an die Zentralstelle von Amnesty International in Berlin gesandt. Wer mitmachen will kann sich hier informieren.

 

Christa Seesing(Religionslehrerin 9g und 10e/h)

Zeitzeugenbesuche

Es hat an der Käthe-Kollwitz-Schule schon eine lange Tradition, dass einmal im Jahr Überlebende des Holocausts für ein paar Tage zu uns kommen, um unseren Jugendlichen von ihren traumatischen Erfahrungen und Erlebnissen zu berichten.

 

Ermöglicht werden diese Begegnungen jedes Jahr durch das Maximilian-Kolbe-Werk in Freiburg und durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins.Kurz vor den Osterferien wollte eigentlich Frau Kretz aus Antwerpen erneut unsere Schule besuchen, musste dann aber kurzfristig ihre Reise absagen. So hatten wir uns schon fast damit abgefunden, dass in diesem Schuljahr wohl kein Zeitzeugenbesuch mehr zustande kommen würde.

 

Glücklicherweise konnte es Frau Kretz nun aber doch noch ermöglichen, zu uns nach Leverkusen zu kommen, so energiegeladen und hellwach wie eh und je. Mit bewundernswerter Ausdauer und eiserner Selbstdisziplin absolviert sie insgesamt drei jeweils zweistündige Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs und eine weitere Begegnung. Anschließend ließ sie es sich nicht nehmen, in der Realschule Burscheid einen fünften Vortrag zu halten, bevor sie die Heimreise antrat.

 

Dem gespannt lauschenden Publikum erzählte sie jeweils von ihrer glücklichen Kindheit im Osten Polens, von den Einschränkungen und Schikanen, die ihre jüdische Familie nach dem Einmarsch der Deutschen erdulden musste, vom Leben im Ghetto und im Versteck, von wunderbaren Rettungen inmitten einer Welt voller Tod, von der Ermordung ihrer Eltern, von ihrer Flucht und von ihrem Überleben in einem christlichen Waisenhaus.

 

Sie beantwortete Fragen der Schülerinnen und Schüler und warb eindrucksvoll für eine Zukunft ohne Ausgrenzung, ohne Vorurteile und ohne Hass.Frau Kretz wollte am Ende ihrer Vorträge keinen Beifall. Aber nach den Begegnungen mit ihr war es vielen Schülerinnen und Schülern ein dringendes Bedürfnis, sich persönlich bei ihr zu bedanken, sich von ihr zu verabschieden und ihr alles Gute zu wünschen.

 

Und damit drückten sie aus, was wohl fast alle Beteiligten empfanden: Große Dankbarkeit für das Geschenk dieser Begegnung mit einer imponierenden Persönlichkeit und die Hoffnung, dass dieser Besuch noch nicht der letzte an unserer Schule gewesen sein möge.

Zur Person:

Henriette Kretz (*1934) wurde als Kind einer jüdischen Familie im damals polnischen Stanisławów (heute Iwano-Frankiwsk in der Ukraine) geboren. Seit 1935 lebt die Familie in der Nähe von Opatów im südöstlichen Polen, wo Henriettes Vater als Arzt tätig ist. Ihre Mutter ist von Beruf Anwältin, widmet sich aber der Erziehung der Tochter.

 

Nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen im Herbst 1939 flieht die Familie zuerst nach Lemberg und dann ins benachbarte Sambor. 1941 holen der Krieg und die Deutschen die Familie auch dort ein. Bald werden sie aus ihrer Wohnung vertrieben und müssen in den jüdischen Stadtbezirk umsiedeln, in dem kurze Zeit später ein Ghetto errichtet wird. Mehrmals gelingt es dem Vater, die Familie vor dem Schlimmsten zu bewahren. Immer wieder müssen sie sich verstecken.

1944 werden Henriettes Eltern vor ihren Augen erschossen. Sie selbst kann sich in einem Nonnenkloster verstecken und überlebt den NS-Terror.

 

Sie bleibt dort, bis sie wie durch ein Wunder von einem Onkel gefunden wird (dem einzigen Überlebenden der großen Familie), der mit ihr nach Antwerpen geht. Nach ihrem Schulabschluss studiert Henriette Kunstgeschichte und wird Lehrerin. Anschließend geht sie für 13 Jahre nach Israel (1956-1969), arbeitet dort als Französischlehrerin und heiratet einen russischen Juden. Henriette hat zwei Söhne und drei Enkel und lebt wieder in Antwerpen.

 

Sie ist Mitglied des polnischen Vereins „Kinder des Holocaust“, dem Juden angehören, die als Kinder den NS-Terror meist in Verstecken überlebt haben. Frau Kretz spricht u.a. Polnisch, Französisch, Deutsch und Englisch. Sie interessiert sich für Politik, Literatur, Pädagogik und Malerei. Sie ist selbst Malerin. (Quelle: Maximilian-Kolbe-Werk e. V.)

Nachrufe: Zwei langjährig in unserer Schule aktive Zeitzeugen sind verstorben

 

Gertruda Slosarek ist tot. Am 27. Januar 2017 starb sie im Alter von 89 Jahren in Bydgoszcz in Polen. In den Jahren von  2004 bis 2010 hat sie in jedem Jahr die Käthe-Kollwitz-Schule besucht und allen Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs von ihren Erfahrungen im Konzentrationslager Stutthoff bei Danzig berichtet.

Als 14-Jährige wurde sie in ihrer Heimatstadt Bydgoszcz verleumdet, verhaftet und ins Konzentrationslager Stutthoff gebracht. Dort überlebte sie Hunger, schwerste Arbeit und schlimmste Schikanen und musste darüber hinaus noch dem qualvollen Sterben von Mitgefangenen zusehen.

In dem Brief mit ihrer Todesanzeige schreiben die Kinder von Gertruda Slosarek, dass sie immer gerne erzählt hat von ihren Besuchen in Leverkusen: „Ihre Vorträge, die sie in der Schule gehalten hat, haben ihr viel Spaß gemacht, besonders dass sie das Interesse bei jungen Leuten erweckt hat, die ihr Gastfreundlichkeit gezeigt haben.“ Die Familie bedankt sich, dass Gertruda Slosarek an unserer Schule so freundlich aufgenommen worden ist. Und dabei haben doch wir so viel zu danken. Wir danken ihr für ihre Freundlichkeit, für ihren Humor, und dass sie ihre schrecklichen Erlebnisse mit uns geteilt hat.

 

Nach langem, mit großer Geduld ertragenen Leiden verstarb Michael Treister am 9. Mai 2017 im Alter von 90 Jahren. Von 2011 bis 2013 stand er unseren Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs für Informationen und Gespräche zur Verfügung unter dem Motto ‚Fragt uns, solange noch Zeit ist.‘ Schon seit drei Jahren war das aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr möglich. Aber wir werden uns auch weiterhin gerne an ihn erinnern. Obwohl alle seine Äußerungen ins Deutsche übersetzt werden mussten, war in der Bibliothek immer eine gespannte Aufmerksamkeit zu spüren, wenn er erzählte oder auf Fragen antwortete. Seine Botschaft an die Jugendlichen hieß: Egal, welchen Pass ihr habt, egal welche Religion oder wo eure Eltern geboren sind, ihr lebt in Deutschland und tragt eine Verantwortung für diese Gesellschaft.

Michael Treister wurde in Minsk in Weißrussland geboren und lebte dort auch, als der 2. Weltkrieg Minsk erreichte. Er überlebte mehrere Pogrome, bevor er in ein Konzentrationslager gebracht wurde, um dort auf den Abtransport in ein Vernichtungslager zu warten. Durch einen unfassbar großen Zufall und viel Glück gelang es Michael Treister, dem Konzentrationslager zu entkommen und zu den Partisanen überzulaufen. Bei den Partisanen arbeitete er als Lotse, um anderen Menschen bei der Flucht aus der von den Nationalsozialisten besetzten Stadt zu helfen und schaffte dies auch, indem er sein eigenes Leben für das der Menschen einsetze, die sich ihm anvertraut hatten. 

 

Gerlinde Anders

Stern über Rheindorf

Die Schülerinnen und Schüler des 5. und 6. Jahrgangs feierten am Mittwoch und Donnerstag der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien einen ökumenischen Adventsgottesdienst in der Ev. Hoffnungskirche an der Solingerstraße.

 

Der evangelische Pfarrer Herr Mertzen und sein katholischer Kollege Toni Rizza, gestalteten den Gottesdienst.Unterstützt wurden sie dabei von einzelnen Schülerinnen und Schülern aus dem jeweiligen Jahrgang, die ihre Gedanken zum Gottesdienst beitrugen. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von der Musikklasse 6G unter der Leitung von Stefan Schwinden mitklassischen Weihnachtsliedern wie „Stern über Bethlehem“ und „Feliz navidad“, die auch zum Mitsingen animierten.

Hinzu kamenzwei eingeübte Lieder: „ Il est ne le devin enfant“ von Annie Lennox und „O happy day“, die der Chor und die Musiker gekonnt und mit viel Freude vortrugen. Zum Abschluss des Gottesdienstes  gab es noch ein süßes Weckchen als Wegzehrung mit auf den Rückweg zur Schule.

„Wir helfen“– eine Aktion der Kath. Religionsgruppe 8e/g zum Weihnachtsfest


Weihnachten steht vor der Tür. Wie jedes Jahr packt Familie W. Päckchen und Weihnachtstüten für bedürftige Kinder u.a. auch für Flüchtlingskinder aus 35 Nationen, die in Leverkusen leben.

Jacqueline W. aus der 8g erzählte im Rahmen des Religionsunterrichtes vom Engagement ihrer Familie.

Spontan entschieden die Jungen und Mädchen der Religionsgruppe, sich an der Aktion zu beteiligen. So wurden in den letzten Wochen liebevoll gepackte Tüten und Päckchen gesammelt.

Am 13. 11.13 besuchte uns nun Herr Casper vom Caritas-Verband Leverkusen, um über die Hintergründe und Ziele dieser Aktion zu informieren. Er erzählte den SchülerInnen von der Geschichte der Flüchtlingskinder, der Aufnahme der Familien in Leverkusen und der unterstützenden Arbeit mit ihnen.

Herr Casper freute sich über die vielen bunten Geschenkpäckchen, die er mitnehmen konnte, und wir hoffen nun, vielen Kindern zu Weihnachten eine Freude zu machen.


Christa Seesing

Wir haben einen eigenen Kanal - schaut mal rein.

NEUE Unterrichtszeiten

ab Sommer 2017

 

Unterrichtbeginn: 08.05 Uhr

Stundenlänge: 75 Minuten

 

Hier eine ausführliche Erläuterung:

Pausenzeiten . Unterrichtszeiten . Beispiele für Stundenpläne
Stundenraster 75 Minuten.pdf
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Jahrgänge 5 und 6

Elbestraße 25
51371 Leverkusen
Telefon: 0214 / 82 504 - 0
FAX: 0214 / 82 504 - 30

 

Jahrgänge 7 bis 13

Deichtorstraße 2
51371 Leverkusen
Telefon: 0214 / 310 16 - 0
FAX: 0214 / 310 16 - 20

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