Deutschunterricht

Gedichte zum Thema „Im Bann der Großstadt“

Christa Seesing: Ich habe im Herbst 2017 mit der Klasse 8c das Gedicht von Mascha Kaleko „Großstadtliebe“ bearbeitet. Jason-Brighton Kirsch hat das Gedicht für die heutige Zeit umgeschrieben. Ein sehr gelungenes Ergebnis:

Großstadtliebe von Mascha Kalenko (1936)   Großstadtliebe von Jason-Brighton Kirsch (2017)

Man lernt sich irgendwo ganz flüchtig kennen

und gibt sich irgendwann ein Rendezvous.

Ein Irgendwas - `s ist nicht genau zu nennen -

Verführt dazu, sich gar nicht mehr zu trennen.

Beim zweiten Himbeereis sagt man sich „du“.

 

Man hat sich lieb und ahnt im Grau der Tage

das Leuchten froher Abendstunden schon.

Man teilt die Alltagssorgen und die Plage,

Man teilt die Freuden der Gehaltszulage,

Das übrige besorgt das Telephon.

 

Man trifft sich im Gewühl der Großstadtstraßen.

Zu Hause geht es nicht. Man wohnt möbliert.

Durch das Gewirr von Lärm und Autorasen,

Vorbei am Klatsch der Tanten und der Basen

Geht man zu zweien still und unberührt.

 

Man küßt sich dann und wann auf stillen Bänken,

beziehungsweise auf dem Paddelboot.

Erotik muß auf Sonntag sich beschränken.

Wer denkt daran, an später noch zu denken?

Man spricht konkret und wird nur selten rot.

 

Man schenkt sich keine Rosen und Narzissen

Und schickt auch keinen Pagen sich ins Haus.

Hat man genug von Weekendfahrt und Küssen,

läßt mans einander durch die Reichspost wissen,

per Stenographenschrift ein Wörtchen: „aus“!

 

Man lernt sich im Netz ganz flüchtig kennen

Und gibt es irgendwann auch zu.

Ein Irgendwas -`s ist nicht genau zu nennen,

Verführt dazu, sich vielleicht nicht mehr zu trennen.

Beim ersten Starbucks-Besuch sagt man „du“.

 

Man hat sich gern und hofft im Grau der Tage,

dass man sich trifft am Abend schon.

Man redet über Alltagssorgen, die tägliche Plage.

Man tauscht sich aus über die Gehaltszulage.

sonst redet man nur am Smart-Phone.

 

Man trifft sich in den Großstadtstraßen.

Zu Hause geht es auch. Man wohnt nicht möbliert.

An Hochhäusern, umgeben von Lärm und Autorasen,

Vorbei am Klatsch der Freunde und neugieriger Nasen,

Geht man zu zweit, still und unberührt.

 

Man knutscht dann auf Bänken,

manchmal auch auf einem Boot.

Erotik muss sich nicht beschränken.

Wer denkt daran, überhaupt noch zu denken?

Man spricht gechillt und wird nicht rot.

 

Man schenkt sich keine Rosen und Narzissen

Und schickt auch keine Freunde ins Haus.

Hat man schließlich genug vom Küssen,

macht man Schluss, doch sie will wissen.

Warum ist es jetzt aus?

Nichts - Nothing - Nada. Versuch über Sinn und Nichts

 
Am Pfingstmontag, 09.06.2014 präsentierte der´Literaturkurs der Käthe-Kollwitz-Schule im Rahmen der Schultheaterwoche Leverkusen 2014 im Forum Leverkusen eine Theatercollage über seine Auseinandersetzung mit Janne Tellers Roman „NICHTS. Was im Leben wichtig ist.“

 

Dabei kämpfen die jungen Akteure auf der Bühne gegen den Pierre Anthon im eigenen Kopf und werfen in ihrem Spiel Fragen auf, die die Tretmühle unserer alltäglichen Lebensabläufe schonungslos sichtbar werden lassen.

 

Die Inszenierung folgt den Prinzipien der Parallelinszenierung und Mehrfachbesetzung und enthält Elemente biographischen Theaters.

 

Die Akteure waren: Hanefi Aktan, Emre Boz, Sterling José Brito Tavarez, Leoluca De Rubertis, Arif Hasani, Julianna Kalmykov, Sabri Kamili, Anestis Mohring, Faridath Nekere, Nora Neumann, Faruk Okutucu, Lena Schweda, Tahzib Shamshad, Dzenana Skrrijelj, Sinja Melissa Spinger, Tim Steiner und Elif Uzungelis.

Nana YaaNyantakyi – Unicef-Juniorbotschafterin in der KKS

 

Im Rahmen des Deutschunterrichtes bearbeiteten wir im 8.Jahrgang die Reihe „Helden und Vorbilder“. Dabei stießen wir in unserem Deutschbuch auf einen Kurzbericht über die Leverkusenerin Nana YaaNyantakyi.

 

Durch Zufall erfuhren wir dann, dass Nana eine Bekannte des Bruders eines Schülers aus der 8g ist. So stellten wir den Kontakt her und luden die junge Frau ein, bei uns am 20.11.13 Gast zu sein.

Nana YaaNyantakyi wurde 1994 geboren. Sie war Schülerin am Werner-Heisenberg-Gymnasium und machte dort 2012 ihr Abitur.

 

Mit 11 Jahren, im Jahr 2005, sah und hörte Nana in den Medien von der schrecklichen Tsunami Katastrophe. Besonders berührten sie die Bilder von betroffenen Kindern. Spontan entschied sie sich zu helfen und nähte selbst eine Vielzahl weißer Ansteckschleifen, die sie dann verkaufte. Sie wandte sich mit ihrer Aktion auch an Politiker u.a. dem damaligen Bundeskanzler Schröder … und an die Medien. Sie erzählte im Radio und in Zeitungsberichten von ihrem Anliegen.

Mehrere tausend Euro erbrachte ihr Einsatz, Geld, das den Tsunamiopfern und später auch anderen Projekten zu Gute kam. Für ihr Engagement wurde der elfjährigen Nana Yaa in der Frankfurter Paulskirche der Preis „Unicef-Botschafterin 2005“ verliehen.

 

Heute lebt Nana YaaNyantakyi noch in Leverkusen bei ihren Eltern und studiert in Köln. Das Wohlergehen von Kindern ist ihr nach wie vor ein Anliegen. So engagiert sie sich neben ihrem Studium jedes Jahr für den Weltkindertag in Leverkusen.

 

Christa Seesing

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